FAQ

Uns ist es sehr wichtig, dass Sie sich bei uns wohlfühlen.

Wir möchten Sie über alle Eingriffe und Behandlungen ausführlich informieren, damit Sie sich jederzeit aufgehoben fühlen. Gerne nehmen wir uns viel Zeit, um all Ihre Fragen zu beantworten. Schreiben Sie sich diese auf, bevor Sie für ein kostenloses Beratungsgespräch bei uns vorbei kommen.

Hier finden Sie eine Auswahl häufiger Fragen und Antworten zu ausgewählten Themen, Dr. Linde beantwortet weitere FAQs in seinem VideoBlog.

ClariVein®-Methode (7)
Das "offene Bein" (2)
Kompressionsmethoden (Socken, Strümpfe, Strumpfhosen) (4)
Krampfadern & Thrombosen (14)
Venenbehandlungen & Operationen (18)

Krampfadern können schon in der Kindheit entstehen, doch werden sie meist erst im Erwachsenenalter ausgebildet. Vor allem bei Frauen treten sie gerne im Rahmen von Schwangerschaften auf.

Ja, der Schlüssel zum Erfolg ist Bewegung. Gehen Sie zu Fuss oder benützen Sie das Fahrrad anstatt Auto zu fahren. Steigen Sie Treppen und verzichten Sie auf den Fahrstuhl. Treiben Sie venenanregende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Laufsport. Erlernen Sie "Nordic Walking", dessen spezieller Bewegungsablauf ganz besonders günstig auf die Venen wirkt. Wenn Sie viel im Büro sitzen oder bei der Arbeit stehen müssen, so sorgen Sie für genügend Bewegung zum Ausgleich. Entlasten Sie in Ihren freien Momenten die Venen, in dem Sie Ihre Beine hochlagern und etwas Beingymnastik durchführen. Auch Wasseranwendungen entstauen die Beine. Ganz besonders vorteilhaft ist das Tragen eines leichten Kompressionsstrumpfes (Klasse I) zur Vorbeugung. Diese werden heutzutage aus modernsten, hautfreundlichen Materialen in vielen Farben hergestellt und passen sich somit sehr gut den aktuellen modischen Trends an.

Leider ist es heutzutage trotz modernster Methoden noch nicht möglich, die vererbte Anlage zur Bildung von Krampfadern zu heilen. Das bedeutet, dass auch nach einer durchgeführten Therapie wie Operation oder Verödung Krampfadern erneut auftreten können, sofern der Patient dazu neigt und Risikofaktoren bestehen. Allerdings kommen einmal entfernte Varizen nie wieder. Wenn, dann treten neue Krampfadern an anderen Stellen am Bein auf. 

Weibliche Hormonpräparate, die als "Pille" zur Empfängnisverhütung oder gegen Beschwerden nach der "Abänderung" (Klimakterium) verschrieben werden, sind heutzutage so gering dosiert, dass sie keine grossen schädlichen Wirkungen auf die Venen ausüben. Allerdings besteht nach wie vor zumindest ein theoretisch erhöhtes Risiko für eine Thrombosebildung (vor allem dann, wenn noch zusätzlich geraucht wird). Aus diesem Grund sollte bei einem Venenleiden auf Hormonpräparate verzichtet werden, sofern Sie auf Alternativen bei der Empfängnisverhütung ausweichen können, und keine anderen wichtigen Gründe für die Einnahme dieser Medikamente bestehen.

Während einer Schwangerschaft treten bis zum Schluss bei fast allen Frauen Krampfadern auf, die sich nach der Geburt meistens aber fast vollständig zurückbilden. Je nach Ausmass der Varizen und der Beschwerden, kann es nötig werden, für eine gewisse Zeit Kompressionsstrümpfe zu tragen. In seltenen Fällen können die Krampfadern bis zur Scheide hinauf reichen, was unangenehm, aber harmlos ist.

Nein. Bei einem schlanken, durchtrainierten Athletenkörper treten die Venen nur stärker hervor als bei anderen Menschen. Mit Krampfadern hat das nichts zu tun. Ganz im Gegenteil: Sport beugt einem Krampfaderleiden vor.

Nein. Der Genuss von Kaffee oder Tee hat keinen Einfluss auf eine akute oder abgelaufene Thrombose der Venen. 

Nikotin zeigt keine schädlichen Auswirkungen auf das Venensystem. Allerdings werden die Arterien und die Lunge in hohem Mass angegriffen. Rauchen ist für Ihre Gesundheit schädlich. Versuchen Sie, diese Gewohnheit aufzugeben.

Alkohol erweitert die Venen, d.h. sie werden vermehrt belastet. Sofern vernünftige Mengen getrunken werden, ist gegen den Genuss von Alkohol jedoch nichts einzuwenden.

Jede längere Erwärmung der Beine − egal ob durch Sauna, Thermal- oder auch schon Sonnenbad − führt zu einer Erweiterung und damit Belastung der Venen. Aus diesem Grund sollten Sie bei einem Venenleiden auf derartige Anwendungen verzichten. Ist dies nur schwer möglich, weil Sie z.B. die Sauna zur Anregung des Kreislaufes und das Thermalbad gegen rheumatisches Leiden unbedingt benötigen, so sollten zwei Dinge beachtet werden: Erstens sollte der Sauna- oder Badebesuch so kurz wie möglich gestaltet und zweitens die Beine nach erfolgter Anwendung abgekühlt werden. Dieses kann mit kühlem Wasser geschehen wie im Kapitel "Wasseranwendungen" beschrieben. Vorteilhaft wäre es zusätzlich, seine Beine anschliessend noch eine gewisse Zeit hoch zu lagern und die Fussgymnastik durchzuführen.

Venenleiden gehen meist mit den Symptomen einher. Wadenkrämpfe können ebenfalls auftreten, doch weisen sie nur im Zusammenhang mit den anderen typischen Symptomen auf eine Venenerkrankung hin. Oftmals liegt ihnen eine Störung der Elektrolyte oder des Stoffwechsels zugrunde, wie z.B. ein Kalzium- oder Magnesiummangel.

Auch wenn eine Venenerkrankung vorliegt, dürfen Sie selbstverständlich reisen. Bei längeren Anfahrtsstrecken ist die Bahn dem Auto vorzuziehen, da Sie sich im Zug bewegen können. Langes Sitzen belastet die Venen und führt zu Stauungen. Sofern möglich, sollten Sie sich im Auto fahren lassen und Ihre Beine auf der Rückbank hochlagern. Sind Sie selbst der Autofahrer, so legen Sie regelmässig eine Pause ein und vertreten Sie sich hierbei die Beine. Sofern Sie ein Flugzeug benutzen, sollten Sie ebenfalls oft aufstehen und gehen. Achten Sie auch auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr.
Am Ferienort sind alle Tätigkeiten erlaubt, die mit Bewegung einhergehen: Laufen, Wandern, Joggen, Schwimmen, Radfahren etc. Sonnenbäder sollten vermieden werden, weil die Venen hierbei durch die Erwärmung unnötig belastet werden. Können Sie nicht auf die Sonne verzichten, so sollten Sie in regelmässigen Abständen Ihre Beine abkühlen: im Swimmingpool, im Meer oder unter dem Brausestrahl.

Ja, auch am Hoden können sich Krampfadern entwickeln, sogenannte "Varikocelen". Dieses Krankheitsbild hat allerdings mit dem Venenleiden der Beine nichts zu tun. Eine Varikocele kann beim Mann zur Unfruchtbarkeit führen und sollte daher unbedingt entfernt werden.

Vor allem Chirurgen, Internisten, Allgemeinmediziner und Dermatologen haben sich auf das Fachgebiet der Venenheilkunde spezialisiert. In Deutschland sind diese Spezialisten daran zu erkennen, dass sie auf ihrem Praxisschild die Zusatzbezeichnung "Phlebologe" führen. In der Schweiz lassen sich diese Ärzte leicht im Telefonbuch finden, da sie unter der Rubrik "Beinleiden" aufgeführt werden. Auf ihrem Praxisschild steht meistens der Ausdruck "Mitglied SGP". Das bedeutet, dass sie zu der Schweizerischen Gesellschaft für Phlebologie gehören und sich dort regelmässig auf dem Gebiet der Venenheilkunde fortbilden.

Das "offene Bein" hat eine ganze Reihe von Ursachen. Am häufigsten ist jedoch ein chronisches Venenleiden der Auslöser. Dieses schreitet in ganz bestimmten Schritten stetig voran, sofern eine richtige Behandlung versäumt wird. Unabhängig davon, ob es sich bei der Venenerkankung um Krampfadern oder die Folgen einer tiefen Venenthrombose handelt − die Funktion der Gefässe ist derart gestört, dass sich das Blut in den Beinen staut. Hierdurch kommt es zur Schwellung und Schädigung der Haut; zuerst mit Farbveränderung, dann mit Juckreiz und Ekzem. Im Laufe der Zeit verhärtet sich die Haut. Jetzt reichen schon kleinste Ursachen, wie eine minimale Verletzung oder eine Entzündung (z.B. nach einem Mückenstich) aus, dass die Haut zugrunde geht. Das Bein wird "offen". Die beschriebenen Veränderungen bilden sich über Jahre und können in vielen Fällen zum grossen Teil rückgängig gemacht werden, sofern eine adäquate Behandlung begonnen wird.

Bevor ein "offenes Bein" behandelt wird, muss zuerst die auslösende Ursache ganz genau untersucht werden. Nach ihr richtet sich die Art der Therapie. Das Bein kann nur dann zuheilen, wenn der Auslöser beseitigt ist. Vielmals liegt einem Beingeschwür ein chronisches Venenleiden zugrunde, das über eine langdauernde Schwellung mit Hautverfärbung und -verhärtung zum "offenen Bein" geführt hat. In diesen Fällen muss vor allem die Stauung aus dem Bein entfernt werden. Am besten eignen sich hierfür Verbände, mit denen sich der Patient viel bewegen soll. Der überschüssige Gewebesaft wird auf diese Weise gegen den Verband ausgedrückt, die Beine schwellen rascher ab. Unter konsequenter Kompressionstherapie heilt jedes venöse Beingeschwür.

Bei der Behandlung der offenen Stelle selbst ist es ganz wichtig, dass so wenig wie möglich gesalbt oder gepudert wird, denn die aufgetragenen Substanzen führen vor allem zur Allergiebildung und Ekzemen. Eine schnellere Heilung tritt durch sie nicht ein. Also: Versuchen Sie auf keinen Fall, Ihr Beingeschwür selbst mit Salben oder anderen Hausmitteln zu behandeln! Die Therapie gehört in die Hand des Arztes. Nur so wird eine schnellst mögliche Heilung gewährleistet, die manchmal durch eine Hautverpflanzung noch mehr beschleunigt werden kann. Hierbei handelt es sich um einen kleinen operativen Eingriff, der ambulant durchführbar ist, nachdem die Haut mit wenigen Spritzen unempfindlich gemacht wurde. Sobald das "offene Bein" wieder zugeheilt ist, kann nur eine konsequente Nachbehandlung ein Wiederaufbrechen der Haut verhindern. Diese besteht aus einem Kompressionsstrumpf, der täglich getragen werden muss und zwar lebenslang. Nur auf diese Weise kann eine erneute venöse Stauung mit Schwellung etc. verhindert werden.

Krampfadern belasten das tiefe Venensystem und können dort langfristig zu schweren Schäden führen, durch die der normale Blutabfluss aus dem Bein gestört wird. Als Folge tritt eine Blutstauung auf, die zu Hautveränderungen bis hin zum "offenen" Bein führen kann. Umso früher die Krampfadern behandelt, d.h. operiert werden, auch wenn noch keine Beschwerden bestehen, um so grösser ist die Chance, dass sich das tiefe Venensystem erholt und eine Stauung mit ihren Folgen ausbleibt. Entscheidend ist also der möglichst frühe Operationszeitpunkt. Wird dieser verpasst, kann vielfach nur noch das lebenslange Tragen eines Kompressionstrumpfes ein "offenes" Bein verhindern. Für eine Operation ist es dann zu spät.

Sehr gut. Durch die moderne örtliche Betäubung treten kaum Blutergüsse auf. Der chirurgische Eingriff selbst hinterlässt nicht mehr als einen kleinen Einstich, durch den der Laser in die Vene eingeführt wurde. Lediglich die Häkchenmethode führt zu kleinen Blutergüssen, die in Einzelfällen ein paar Wochen als kleine Verhärtungen unter der Haut tastbar sein können. Die Einstiche sind schon am nächsten Tag kaum noch sichtbar, in seltenen Fällen kann es nach der Entfernung des Verbandes aus diesen Stellen bluten. Dann sollten Sie eine kleine Kompresse darauflegen und die elastische Binde erneut um diese Stellen wickeln. Schon direkt nach der Verbandsentfernung ist Duschen wieder erlaubt, nach 5 Tagen dürfen Sie wieder schwimmen und auch an die Sonne. Ein Gummistrumpf ist zur Nachbehandlung nicht nötig.

Nein. Die heutigen Operationsstrategien und -methoden zielen daraufhin ab, nur die erkrankten, ausgesackten Krampfadern zu entfernen. Die intakten Venen bleiben bestehen. Für die Beinarterie oder Herzchirurgie können Krampfadern nicht verwendet werden, da ihre Wände zu stark verändert sind und dem Druck im arteriellen Kreislaufsystem nicht Stand halten würden.

Nein. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine gründliche Voruntersuchung, die vorbestehende Schäden der tiefen Venen ausschliessen kann. Das Risiko für die genannten Komplikationen nach Krampfaderoperationen oder -verödungen ist deshalb wesentlich geringer als nach anderen Operationen, weil nach jedem Eingriff an Venen ein fester Kompressionsverband angelegt und der Patient dazu aufgefordert wird, sich viel zu bewegen. 

Es gibt keine Untersuchungsmethode, die für sich allein das Krankheitsbild sichern kann. Nur die Kombination aus mehreren Untersuchungen, bildgebenden Verfahren und strömungstechnischen Messungen, ergibt ein komplettes und aussagekräftiges Mosaik.
Zunächst einmal stelle ich gezielte Fragen (Anamnese) und schaue mir die Beine genau an. Daraufhin folgt eine ausgiebige Ultraschalldiagnostik. In unserer Praxis findet die sogenannte Farb-Duplex Sonographie Anwendung. Das ist eine Ultraschalluntersuchung, bei der die Gefäße als auch die Gefäßinnenräume im Bild, akustisch und strömungstechnisch eingesehen und dargestellt werden können.
Als Ergänzung rate ich bei entsprechender Anamnese zur Lichtreflexions-Rheographie (LRR) oder zur Venen-Verschlußplethysmographie (VVP). Bei diesen Methoden wird die Entleerung und Wiederauffüllung der Beinvenen überprüft bzw. die Menge des durchfließenden Blutes gemessen. Alle Untersuchungen sind schmerzlos und harmlos. 

Bei der üblichen Stripping-Operation wird die kranke Vene einfach aus dem Bein gezogen. Hierfür ist üblicherweise ein Schnitt in der Leiste notwendig, um die Vene an der Einmündung in das grosse Venensystem zu unterbinden. Da es hierbei immer einmal zu grossen Komplikationen kommen kann, darf dieser Eingriff nur im Spital unter Voll- oder Rückennarkose durchgeführt. Beim Herausziehen der Vene reissen natürlich viele Seitenastvenen ab, was zu diffusen Blutergüssen überall im Bein (auch dort, wo gar nicht operiert wurde) führt. Dies ist der Grund für die vielfach geklagten Schmerzen nach den regulären Venenoperationen. 

Beim Einsatz der neuen Methoden mit Laser oder Radiowellen wird kaum gesundes Gewebe geschädigt. Blutergüsse entstehen nur minimal. Dies erklärt, warum es den Patienten nach dem Eingriff mit den neuen Methoden sofort sehr gut geht, und er selbst nach Hause gehen kann. Bereits am nächsten Tag ist der Patient wieder arbeitsfähig. Bei diesen Eingriffen wird nur eine Sonde in die Vene geschoben und nicht in der Leiste geschnitten. Komplikationen wie bei der normalen Venenoperation können somit nicht auftreten, aus diesem Grund kann dieser Eingriff auch in der Praxis durchgeführt werden.

Da die Rezidivquoten, also die Zahl der Neubildungen von krankhaften Venen am operierten Bein, bei den herkömmlichen Operationsverfahren, dem Venenziehen (Stripping) sehr hoch sind, haben wir uns nach Alternativen umgeschaut. An der ELVeS™ Methode fasziniert mich vor allem der hohe Patientenkomfort. Der chirurgische Eingriff ist minimal, sodass er nicht nur ambulant, sondern auch in einer modernen Form der örtlichen Betäubung, der sogenannten Tumeszenzanästhesie, durchgeführt werden kann. Dabei wird eine Quarzglasfaser über eine kleine Kanüle direkt in die erkrankte Vene eingeführt und diese mittels Wärmeenergie, die vom an der Spitze der Faser freigesetzten Laserlicht übertragen wird, in ganzer Länge verschweißt. Sie kann in ihrer natürlichen Lage im Körper verbleiben. Da keine Narben zurückbleiben, ist der kosmetische Erfolg sensationell. 90% der Patienten empfehlen dieses Verfahren weiter.

Im Prinzip alle. Von der großen Stammvene angefangen über Seitenäste bis hin zu den kleineren retikulären Venen. 

Dr. Linde behandelt immer das gesamte Bein: Verschluss der zuführenden Vene und anschliessend die Phlebektomie der Krampfaderseitenäste, also der Venen, die einen stören und/oder die Beschwerden bereiten. Kleinere Seitenäste und Besenreiser müssen dann im Rahmen einer Nachbehandlung noch verödet werden. Hierbei können mehrere Sitzungen nötig sein, bis ein optimales Ergebnis sichtbar ist.

Der Eingriff dauert ca. 1.5-2 Stunden: Ankunft, Aufklärung über den Eingriff, Durchführung des Eingriffes und anschliessend noch Liegen zur Überwachung.

Das einzige Risiko ist, dass sich das verschlossene Gefäss wieder öffnet. Dann ist die Situation wieder so wie vor dem Eingriff, und das Verfahren muss im schlimmsten Fall wiederholt werden. Die Risiken sind ansonsten denen der normalen Stripping-Operation ähnlich. Thrombosen oder Lungenembolien sind bei uns noch nie aufgetreten, weil wir nach dem Eingriff immer eine Thrombosevorbeugung durchführen. Grundsätzlich gilt: Bei Krampfadern ist es gefährlich, nichts zu tun, denn dann können jederzeit Thrombosen auftreten, die wiederum zu Lungenembolien führen können. 

Die neuen Methoden werden wesentlich schlechter bezahlt als die herkömmliche Venenoperation, zudem kommen hohe Anschaffungskosten für entsprechende Geräte hinzu. Leider sind viele Ärzte aus diesen Gründen nicht daran interessiert, diese neuen Verfahren ihren Patienten anzubieten.

Ein weiterer Grund ist eher praktisch: Der Arzt muss den Ultraschall der Venen beherrschen, um die Sonden in den Venen genau positionieren zu können. Chirurgen, die übliche Anlaufstation für Venenkranke, sind dieser Technik häufig nicht kundig und haben meistens auch kein Gerät zur Verfügung. Sie sind somit nicht in der Lage, diese Behandlung durchzuführen.

Dr. Linde's Vision ist es, dass in wenigen Jahren Krampfadern nur noch mit Laser oder Radiowellen behandelt werden. Aus diesem Grund bietet er regelmässig Workshops an, um interessierte Ärzte auszubilden.

Grundsätzlich darf jedermann einen Kompressionsstrumpf tragen, wer das will. Die neuen Techniken, die Dr. Linde seit Jahren anwendet und immer weiter verfeinert hat, sind so schonend, dass kein Strumpf benötigt wird – weder für ein gutes Endergebnis noch aufgrund von Schmerzen. Dr. Linde konnte in internen Studien (Befindlichkeitsbefragungen) nachweisen, dass das Tragen von Kompressionsstrümpfen keinen medizinischen Vorteil bringt. Mit diesem innovativen Behandlungsansatz ist Dr. Linde bisher der einzige Arzt in der Schweiz, der so modern arbeitet. 

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, mit was für einer Methode die Krampfadern behandelt werden − in beiden Fällen wird die erkrankte Vene durch Hitze zerstört, das Ergebnis ist immer eine verschlossene und damit "geheilte" Vene. Unterschiedlich sind allerdings die Selbstkosten der Verfahren. Der VNUS Closure Katheter kostet doppelt so viel wie die Lasersonde.

Das ist abhängig vom Patientenwunsch, im Regelfall eine moderne Lokalanästhesie. Diese koppeln wir mit einem kurzen Dämmerschlaf, so dass der Eingriff absolut schmerzfrei für den Patienten verläuft. Das Bein wird also nur örtlich betäubt, und der Patient kann direkt nach dem Eingriff nach Hause gehen. 

Am Operationstag und bis fünf Tage nach der Operation erhalten die Patienten, bzw. spritzen sich selbst, je 5000 Einheiten Heparin. Das ist ein “blutverdünnendes“ Mittel, das die Bildung von Thrombosen verhindert. 

Nein. Selten kommt es zu einem leichten Ziehen entlang der geschrumpften Venen, etwa wie bei einer leichten Venenentzündung. Dies tritt meist erst 7-10 Tage nach dem Eingriff auf. Dabei handelt es sich aber um einen die Therapie begleitenden Prozess, über den Sie nicht beunruhigt sein müssen, und der als Teil des therapeutischen Erfolgs zu deuten ist. Diese Schmerzen sind mit einfacher Kühlung leicht in den Griff zu bekommen. Natürlich kann aber auch ein schwaches Schmerzmittel genommen werden.

Je nach Befund. Meistens ca. 60 Minuten inklusive Verband, der etwa 2 bis 3 Tage lang getragen werden muss. Die Patienten sind aber in jedem Fall vollständig mobil und können kurz nach dem Eingriff bereits wieder nach Hause gehen.

Ganz generell besteht die erste Behandlungsphase nach einer tiefen Venenthrombose aus Verbänden. Diese werden so lange angelegt, bis das dicke Bein wieder schlank ist. Dann kann ein Kompressionsstrumpf am entstauten Bein angemessen werden. Er muss langfristig getragen werden, um eine venöse Stauung zu verhindern. In den meisten Fällen genügt ein kniehoher Strumpf, nur in Ausnahmen muss die Kompression bis zur Leiste erfolgen. Ob der Patient sich dann für einen Oberschenkelstrumpf oder eine Strumpfhose entscheidet, kann in Absprache mit dem Arzt selbst bestimmt werden. Kompressionssocken werden nur dann eingesetzt, wenn sich das venöse Problem lediglich auf den Fuss beschränkt.

Leider kann eine Thrombose nicht geheilt werden − wir können lediglich ihre Folgeschäden verhindern, sofern langfristig eine konsequente Kompressionstherapie durchgeführt wird. Bis sich die Schwellung am Bein nach einer Thrombose zurückgebildet hat, was ungefähr 1-2 Wochen dauert, sollte das Bein gewickelt werden. Anschliessend wird ein Kompressionsstrumpf angepasst (ein knielanger Strumpf reicht fast immer aus), der zumindest 1 Jahr konsequent getragen werden muss. Dann sollten Sie sich erneut von einem Venenspezialisten untersuchen lassen. In wenigen Fällen kann dann die Kompressionstherapie beendet werden. Meistens muss die Strumpfbehandlung aber länger, d.h. 4-5 Jahre, manchmal auch lebenslang durchgeführt werden, um die Spätfolgen der Thrombose, das sogenannte "postthrombotische Syndrom" zu vermeiden. Dieses tritt erst nach vielen Jahren auf und führt zu Hautveränderungen sowie "offenem" Bein.

Die Kompressionsbehandlung übt von aussen Druck auf das Bein aus. Diese wirkt bis in die tiefen Gewebeschichten und führt dazu, dass sich die krankhaft erweiterten Venen verengen. Die zuvor funktionslosen und nicht mehr schliessenden Klappen werden hierdurch derart aufeinander gepresst, dass sie ihre Ventilfunktion wieder erfüllen können. Die Strömungsgeschwindigkeit des venösen Blutes erhöht sich, der Rückfluss wird normalisiert und die Stauung lässt nach. Der Blutfluss verbessert sich in grossem Masse, wie in vielen Studien gezeigt werden konnte. Auf die Arterien hat eine Kompressionstherapie keinen Einfluss.

Der Kompressionstrumpf wie auch -verband wirkt sich nicht negativ auf die Muskulatur aus. Ganz im Gegenteil: Patienten mit einer Kompressionstherapie werden dazu aufgefordert, viel zu gehen. Hierdurch wird die Unterschenkelmuskulatur trainiert und aufgebaut.

Die ClariVein®-Methode wird ohne Lokalanästhesie durchgeführt, die Entfernung der geschlängelten Seitenäste ist allerdings nur in örtlicher Betäubung möglich.

Patienten berichten über keine oder nur geringe Schmerzen.

In einzelnen Fällen kann es nach der Behandlung zu einem leichten Ziehen entlang der geschrumpften Vene am Oberschenkel kommen.

Die ClariVein®-Methode wird erst seit 2009 in den Vereinigten Staaten angewendet. Inzwischen ist sie weltweit auf dem Vormarsch, so wurde ClariVein® im Juni 2010 erfolgreich in England und Holland eingeführt, wo sie mittlerweile weitestgehend die anderen minimal-invasiven Verfahren ersetzt hat.

In der Regel können Sie sofort Ihre normalen Tätigkeiten wieder aufnehmen und sogar wieder Sport treiben. Allerdings hängen die Nachwehen des Eingriffes von der Entfernung der Seitenäste durch die Häkchenmethode ab.

Eigentlich gar nichts ausser der Sicherstellung von regelmässiger Bewegung (z.B. spazieren). Sofern Sie mögen dürfen Sie sofort wieder Sport treiben und auch an die Sonne gehen, da keine nennenswerten Narben entstehen werden.

Die ClariVein®-Methode eignet sich für die Anwendung im Sommer. Die Einstiche sind nicht grösser als Mückenstiche, es gibt keine Blutergüsse und auch auf Kompressionsstrümpfe kann verzichtet werden.