Infrarotmessung

Die Messung der venösen Wiederauffüllzeit mittels Infrarotsonden − "Licht-Reflexions-Rheographie" genannt − schliesst die Routineuntersuchung einer Venenerkrankung ab. Hierunter wird die Zeit verstanden, die die venösen Speicher am Bein benötigen, um sich nach vorheriger Entleerung wieder aufzufüllen. Sie erlaubt die Beurteilung der venösen Gesamtsituation am Bein und gibt einen Anhaltspunkt für das Ausmass der Venenschwäche. Zur Messung werden dem Patienten an beiden Unterschenkeln Infrarotsonden befestigt, die den Elektroden des EKGs ähneln. Nach Bestimmung der Ruhekurve erfolgt die Aktivierung der Wadenmuskelpumpe, wodurch die venösen Speicher entleert werden. Hierzu muss der Patient seine Füsse 10-15 Mal nach oben und unten bewegen. Anschliessend wird das Wiederauffüllen des Beines mit Blut registriert und ebenfalls als Kurve aufgezeichnet. Auch diese Untersuchung ist schnell, einfach durchführbar und völlig schmerzfrei.

Manche Untersucher verwenden statt dieser Methode die sogenannte "Photo-Plethysmographie", die bezüglich Messart und Aussage sehr ähnliche Ergebnisse liefert.