Lasertherapie

Die Lasertechnik erlaubt es heute, (ganz) grosse Krampfadern am Bein minimal-invasiv, ambulant und in örtlicher Betäubung ohne Narkose zu behandeln mit exzellenten, ästhetischen Resultaten ohne Narben. Dr. Linde arbeitet seit über 12 Jahren mit dieser Technik und hat Tausende solcher Eingriffe durchgeführt. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung ist es ihm möglich, JEDE Krampfader mit dem Laser zu behandeln, egal wie dick und wie geschlängelt sie ist. Bisher gab es noch keinen Fall, wo Dr. Linde eine Krampfader nicht mit dem Laser hätte behandeln können.

Der Begriff Laser ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation. Hierunter wird stark gebündeltes Licht verstanden, das je nach Lasermedium eine bestimmte Wellenlänge hoher Energie aufweist. Das Medium kann zum Beispiel Gas sein wie Argon, Kohlendioxid (CO2), ein Kristall wie Rubin oder ein elektrisches Medium wie Dioden. Je nach Behandlungsziel wird ein ganz spezieller Laser mit einer genau gewählten Wellenlänge benötigt, der dann meistens nur ein Problem behandeln kann. Zum Beispiel braucht die Laserbehandlung von grossen Venen ein anderes Gerät als die Behandlung von Besenreiservenen. Wir setzen modernste Diodenlaser mit den Wellenlängen 1470nm, 980 nm und 810nm ein; daneben verfügen wir über den Nd:YAG und eine IPL Blitzlampe zur Behandlung von Besenreiservenen.

Grundsätzliches zur Behandlung grosser Krampfadern mit dem Laser

In der Regel kommen Patienten wegen sichtbaren, geschlängelten Venen am Bein – Krampfadern oder auch Varizen genannt. Diese führen zu Beschwerden wie Beinschwellungen, Stauungsgefühlen, schweren Beinen oder auch Juckreiz. Im Laufe vieler Jahre können diese Varizen Veränderungen der Haut am Bein bis hin zum “offenen Bein“ verursachen, diese zunehmenden Veränderungen werden “chronisch venöse Insuffizienz“ genannt. Viele Patienten wünschen auch aus ästhetischen Gründen eine Entfernung der sichtbaren Varizen.

 

 

 

 

 

 

Grundsätzliches Zur Behandlung Grosser Krampfadern Mit Dem Laser 2Aber: Was am Bein ersichtlich ist, ist nur “die Spitze des Eisbergs“. Der Zufluss, der diese geschlängelten Venen verursacht, kommt aus Venen, die tiefer unter der Haut liegen und nur selten sichtbar sind. Hierzu gehören in der Regel die grosse Rosenvene/-ader (Vena Saphena Magna, siehe Abbildung) und die kleine Rosenvene/-ader (Vena Saphena Parva). Um die sichtbaren geschlängelten Krampfadern auszuschalten, muss vor allem der Zufluss über diese Venen unterbrochen werden. Dieser reicht meistens von der Stelle, wo die geschlängelten Venen ersichtlich sind, bis zur Leiste (grosse Rosenader) oder bis zur Kniekehle (kleine Rosenader).

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese zuführenden Venen auszuschalten. Eine immer noch häufige – wenn auch aus meiner Sicht veraltete Methode – ist die sogenannte operative Stripping-Operation. Das Stripping besteht darin, dass eine feine Sonde in der Leiste oder der Kniekehle in die Vene eingeführt und am anderen Ende des erkrankten Venenstückes am Unterschenkel herausgeführt und mit den Venen verknotet wird. Nun kann die gesamte auszuschaltende Vene mit der Sonde herausgezogen und vollständig entfernt werden. 

Die Stripping Operation Benötigt Zur Entfernung Der Vene Einen Schnitt In Der Leiste Oder Kniekehle.Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass neue – sogenannte endovenöse – Verfahren mittlerweile Operationen wie das Stripping ablösen können. Diese minimal-invasiven Methoden kommen ohne Narkose und OP aus, Schnitte entfallen. Neu werden die Venen durch die Einführung eines Katheters mit Laserhitze (ELVeS™), Radiofrequenz (VNUS Closure® ) oder mechanisch (ClariVein®) verödet und ausgeschaltet. Dadurch wird der Körper kaum belastet, weil der Eingriff in örtlicher Betäubung durchführbar ist. Schon am nächsten Tag kann der Patient wieder arbeiten, das Tragen von Kompressionsstrümpfen entfällt.

 

Bei Den Endovenösen Verfahren Wird Ein Katheter In Die Vene Platziert, Der Die Vene Mit Hitze Oder Mechanisch Verschliesst.Es gilt zu beachten, dass diese Verfahren nur die zuführende Hauptvene ausschalten können; die geschlängelten und sichtbaren Venen am Bein müssen anschliessend mit der Häkchentechnik entfernt werden.

Dieser Eingriff kann mit einer Amsel verglichen werden, die einen Regenwurm aus dem Rasen zieht. Durch kleinste Mikroschnitte wird ein Häkchen dort durch die Haut in das Unterhautfettgewebe eingeführt, wo die Vene verläuft. Sie wird mit dem Häkchen gefasst, nach aussen sichtbar herausgezogen und dann unter der Haut abgerissen. Mit einem weiteren Mikrostich wird ein erneuter Zugang zum Unterhautfettgewebe gelegt und der nächste Teil der Vene entfernt... und so weiter. Auf diese Art ist es möglich, auch grosse Venenabschnitte zu entfernen, ohne dass Schnitte und/oder Narben übrig bleiben. Die Mikroschnitte sind lediglich 1-2mm gross. Sie heilen so schnell und unsichtbar ab, dass es schon am nächsten Tag erlaubt ist zu duschen.

Grosse Krampfadern mit dem Laser entfernen

Die ELVeS™ (Endo Laser Vein System) Technologie erlaubt es, (ganz) grosse Krampfadern am Bein minimal-invasiv und ambulant, in örtlicher Betäubung ohne Narkose zu behandeln mit exzellenten, narbenlosen, ästhetischen Resultaten. Direkt nach dem Eingriff darf der Patient nach Hause gehen und kann am nächsten Tag wieder arbeiten. Eigene Modifikationen der endoluminalen ELVeS™ Methode erlauben es, schon am nächsten Tag die Verbände zu entfernen, die es direkt nach dem Eingriff benötigt. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen entfällt. Eine weitere Behandlung ist nicht notwendig.

Die ELVeS™ (Endo Laser Vein System) Technologie zur Behandlung von Krampfadern ist der neue Standard bei allen Veneneingriffen. Hierunter wird eine Behandlung erkrankter, ausgedehnter Krampfadern verstanden, in die eine Laserfiber hineingeschoben wird. Die Laserhitze im Gefäss führt dann zur Schrumpfung der Vene, womit sich kein Blut mehr in ihr stauen kann. Das operative Herausreissen entfällt. Der Lasereingriff ist somit wesentlich weniger traumatisch für das Gewebe und kein Vergleich zur herkömmlichen Operation.

Grosse bis ganz grosse Krampfadern am Bein können nun minimal-invasiv behandelt werden und zwar ambulant, in örtlicher Betäubung mit exzellenten narbenlosen ästhetischen Resultaten. Die Verödung dauert ungefähr eine Stunde und ist praktisch schmerzfrei, nur das Setzen der lokalen Anästhesie ist etwas unangenehm. Direkt nach dem Eingriff darf der Patient nach Hause gehen und kann am nächsten Tag wieder arbeiten. Durch ein eigens entwickeltes Konzept ist es möglich, schon am nächsten Tag die Verbände zu entfernen, die es direkt nach dem Eingriff benötigt. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen entfällt.

Nach einer Umfrage in unserem Zentrum würden weit über 90% der Patienten sofort wieder den Eingriff durchführen lassen. Neueste Studien mit Verlaufsberichten über 10 Jahren zeigen deutlich, dass die Dauerhaftigkeit dieser Methode mehr als bewiesen ist. Von verschiedenen Experten und internationalen Qualitätszirkeln wird dieses Verfahren inzwischen als mindestens so gut wie die konventionelle Operation bzw. sogar als ein noch besseres Verfahren eingestuft. Das Wiederauftreten von (anderen) Krampfadern, kann diese Methode leider auch nicht verhindern, der Prozentsatz an neuen Krampfadern liegt aber eher tiefer im Vergleich zu einer normalen Operation.

Kurze und schmerzlose Behandlung

Laserenergie ist eine schonende und zugleich effektive Behandlungsmethode. Die Verödung der grossen Stammvene mit der ELVeS™ Methode wird unter örtlicher Betäubung (lokale Tumeszenzanästhesie, keine Narkose oder Rückenmarksanästhesie) durchgeführt und dauert insgesamt 60-90 Minuten. Der Eingriff ist fast schmerzfrei, nur das Setzen der örtlichen Betäubung ist ein wenig unangenehm. Aus diesem Grund führen wir den Eingriff in einem ganz leichten Dämmerschlaf durch. Der Patient darf am Operationstag nicht Auto fahren, sondern muss öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder sich abholen lassen. Direkt nach dem Eingriff fühlt sich der Patient fit und kann/soll wieder laufen. Die Sanftheit der Methode erlaubt es, auch ältere Menschen oder Patienten mit Krankheiten wie z.B. Herzleiden bei minimalem Risiko zu behandeln. 

Als erstes wird mit Ultraschall das Krampfadermuster am Bein eingezeichnet. Dann wird unter UItraschallkontrolle eine Kanüle − und über diese der Katheter − mit der Laserglasfaser eingeführt. Mit Ultraschall wird anschliessend die genaue Lage der Laserfiber geprüft und die Lage fixiert. Nun wird die örtliche Betäubung dort unter die Haut gespritzt, wo die Krampfadern behandelt werden. Dies dauert nur wenige Minuten. Nach einer kurzen Einwirkungszeit beginnt dann die eigentliche Laserbehandlung. Hierbei wird die Laserfaser langsam zurückgezogen, währenddessen alle 1-2 Sekunden ein Laserimpuls abgegeben wird. Dieser führt in der Vene zu massiver Hitze, so dass die Vene zusammenschrumpft – vergleichbar mit einem Stück Fleisch in einer heissen Pfanne. Dies dauert ca. 5-10 Minuten und ist schmerzfrei. 

Das Ergebnis: Die Vene ist nur noch so dick wie eine Spaghetti und hat keine Öffnung mehr, durch die das Blut falsch fliessen kann. Sie ist verschlossen – für immer. Nach der Laserbehandlung werden dann die Seitenastkrampfadern durch die Häkchenmethode (Phlebektomie) entfernt.

Ganz neu gibt es die ELVeS PainLess Technologie, bei der eine speziell entwickelte Fiber eingesetzt wird, die das Laserlicht kreisförmig abstrahlt und somit eine bessere Schrumpfung der Venenwand erreicht. Je nach Fall und Wunsch des Patienten wird das reguläre ELVeS™ System oder die radiale PainLess Faser eingesetzt.

Häufige Fragen und Antworten zur ELVeS™ Methode finden Sie hier.

Kleine Krampfadern

Kleine Krampfadern (Besenreiser) werden bei uns grundsätzlich mit der Schaumverödung behandelt, nur in speziellen Fällen wird Laserlicht eingesetzt. Im Gegensatz zur endoluminalen Laserbehandlung (ELVeS) wird bei der Behandlung von Besenreisern das Laserlicht nicht von innen, sondern von aussen auf die Haut abgegeben. Neue Lasersysteme wie die IPL Lampentechnik und der gepulste Nd:YAG Laser besitzen eine Wellenlänge, die gezielt den roten Farbstoff der kleinen Venen erreicht. Der Laserimpuls führt durch die spezielle Anreicherung der Lichtenergie dazu, dass sich das Blut in den kleinen Gefässen erwärmt und sich die Venenwände zusammenziehen − die Besenreiser verschwinden. Während diese Behandlung bei erweiterten Gefässen zum Beispiel im Gesicht sehr erfolgreich ist, benötigt es am Bein oftmals mehrere Sitzungen, bis ein befriedigendes Resultat erreicht wird. Wichtig ist auch bei Besenreiser eine Vorabklärung mit der farbkodierten Duplexsonographie zum Ausschluss nicht sichtbarer, innerer, insuffizienter, grosser Venenstämme − sogenannter "innerer Krampfadern". Derartige Venen müssen dann vorderhand behandelt und verschlossen werden, um ein rasches Wiederauftreten von Besenreisern zu verhindern.

Nebenwirkungen und Komplikationen

Die Nebenwirkungen von endoluminalen Eingriffen entsprechen in etwa denen von üblichen Venenoperationen. Leichte Beschwerden, mehr oder weniger sichtbare Blutergüsse, Verhärtungen unter der Haut für ein paar Tage wie auch die Irritation von kleinen Hautnerven (kann dazu führen, dass sich die Haut etwas anders anfühlt als zuvor) sind hierbei typisch. Der Lasereingriff ist allerdings für das umliegende Gewebe deutlich weniger zerstörerisch, als die herkömmliche Venenoperation, weswegen diese Nebenwirkungen nur ganz selten auftreten.

In einzelnen Fällen kommt es nach der Behandlung mit der ELVeS™ Methode zu einem leichten Ziehen entlang der geschrumpften Vene am Oberschenkel. Dies tritt häufig erst nach 7-10 Tagen auf. Es handelt sich hierbei um einen den natürlichen Abbau begleitenden Prozess. Sie können Ihre normalen Aktivitäten trotzdem sofort weiterführen, es besteht keine Gefahr und einige Tage später sind diese Beschwerden wieder verschwunden.

Es kann in ganz seltenen Fällen (ca. 1-2%) dazu kommen, dass sich die geschrumpfte Vene wieder öffnet und sich erneut Blut darin stauen kann. In solchen Fällen muss der ELVeS™ Eingriff nochmals wiederholt werden. Thrombosen und Embolien sind in einzelnen Fällen beschrieben, bei uns allerdings noch nie aufgetreten. Eine ganz neue Thrombosevorbeugung ohne Spritze schützt Sie jedoch hier vor, diese führen Sie 10 Tage lang durch.