Verödung

Das Veröden der Krampfadern, Sklerosierungstherapie genannt, nimmt einen grossen Stellenwert bei der Behandlung von Venenleiden ein. Es handelt sich um ein preiswertes, leicht durchzuführendes Verfahren, das ambulant anwendbar ist und kaum Nebenwirkungen beinhaltet.

Das Prinzip ist einfach: In die Krampfader wird ein Verödungsmittel gespritzt, das zu einer Entzündungsreaktion an den Venenwänden führt. Hierdurch verkleben die Venenwände miteinander. Dieser Prozess wird nach 1-2 Wochen stabil, ist aber erst nach 3 Monaten vollständig abgeschlossen. Der Körper baut über Monate hinweg diese Venen ab − sie verschwinden. Die Sklerosierungstherapie bietet sich vor allem für Besenreiser an, ist aber genauso für Netzkrampfadern geeignet. In Einzelfällen können sogar die grossen Venenstämme (Rosenvene) und ihre Seitenäste "gespritzt" werden, wenn dem Patienten keine Operation zugemutet werden kann, oder er diese ablehnt.

Die Nebenwirkungen sind gering: Neben einer sehr seltenen allergischen Reaktion auf das Verödungsmittel kann sich die Haut im Bereich der gespritzten Venen leicht verfärben. Am Oberschenkel ist eine optimale Kompression nicht immer möglich, so dass dann gestocktes Blut in den gespritzten Venenabschnitten verbleiben kann. In diesen Fällen ist es manchmal notwendig, dieses auszudrücken, um unnötige lokale Beschwerden und das Risiko einer Hautverfärbung zu vermeiden. In seltenen Fällen ist es auch einmal möglich, dass sich "gespritzte Venen" nach Jahren wieder öffnen und erneut Beschwerden verursachen. Dann kann problemlos eine zweite oder dritte Sklerosierung durchgeführt werden .

Die Schaumverödung

Die Schaumverödung ist eine ganz neue Methode, die wesentlich effizienter ist als alle bisherigen Spritzentechniken. Hierbei wird anstatt einer Flüssigkeit ein speziell präparierter Schaum in die Venen hineingespritzt. Der verklebende Effekt ist wesentlich stärker als bei allen bisherigen Methoden. Die Schaumverödung benötigt keinen Strumpf zur Nachbehandlung, ist fast schmerzfrei und zur Zeit das beste Verfahren bei der Verödungsbehandlung.

Die Bioverödung

Bei grösseren Venen können natürliche Substanzen wie Kochsalz und Zuckerlösungen eingesetzt werden. Diese führen ebenfalls wie andere gängige Verödungsmittel zu einer Entzündung der Venenwand und einem Verklebungseffekt. Die Bio-Verödung setzen wir bei der Behandlung grösserer Seitenäste ein.

Die High Tech-Verödung

Ein ultramodernes Verfahren ermöglicht es, grössere tiefer liegende Venen ohne die Gefahr von Nebenwirkungen zu veröden. Hierbei werden diese unter Ultraschallkontrolle punktiert, bevor entweder die Bioverödung oder Schaummethode durchgeführt wird. Während grössere Venen bisher blind behandelt werden mussten, ist nun eine optimale Kontrolle durch den Einsatz moderner Ultraschallverfahren möglich. Die Resultate sind dadurch exzellent.

Besenreiser durch Schaumverödung entfernen

Besenreiser durch Schaumverödung entfernen

Die Schaumverödung ist eine neue, effiziente Methode, bei der ein speziell präparierter Schaum in die Venen gespritzt wird.

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