Nachfolgend finden Sie eine übersichtliche Gegenüberstellung der drei wichtigsten Verfahren: klassische Stripping-Operation, endoluminale Thermoablation (Laser oder Radiofrequenz) und VenaSeal®.
Die moderne Therapie von Krampfadern richtet sich heute nach einem klaren Prinzip: so schonend wie möglich, so effektiv wie nötig. Entscheidend sind der medizinische Befund, das Stadium der Erkrankung, die anatomischen Gegebenheiten und die individuellen Wünsche der Patientinnen und Patienten.
Nach heutigem Stand der Venenmedizin lassen sich die wichtigsten Verfahren hinsichtlich Schonung, Komfort und Nachhaltigkeit wie folgt einordnen:
Das VenaSeal®-Verfahren gilt derzeit als eine der schonendsten Methoden zur Behandlung von Stammvenen. Dabei wird ein medizinischer Spezialkleber über einen Katheter in die erkrankte Vene eingebracht. Die Vene wird von innen dauerhaft verschlossen – ohne Hitze, ohne Tumeszenzanästhesie und ohne Vollnarkose.
Vorteile:
Das Verfahren ist medizinisch hochmodern und besonders komfortabel für Patientinnen und Patienten. In der Schweiz handelt es sich jedoch um eine Selbstzahlerleistung, da die Krankenkassen die Kosten für dieses Verfahren in der Regel nicht übernehmen.
Die endovenöse Lasertherapie ist seit über zwei Jahrzehnten etabliert und wissenschaftlich hervorragend abgesichert. Unter Ultraschallkontrolle wird eine feine Laserfaser in die Vene eingeführt, deren gezielte Wärmeenergie die Vene dauerhaft verschliesst.
Vorteile:
Durch moderne 1940-nm-Lasertechnologie und radiale Fasern ist die Behandlung heute besonders gewebeschonend. Im Vergleich zu VenaSeal® wird Hitze eingesetzt, jedoch kontrolliert und präzise. Die Ausfallzeit ist kurz – meist ist bereits am nächsten Tag Homeoffice möglich, am übernächsten Tag kann in der Regel wieder normal gearbeitet werden.
Die sogenannte Phlebektomie dient der Entfernung sichtbarer, geschlängelter Seitenastvarizen. Über 1–2 mm kleine Mikrostiche werden die Venen mit feinen Spezialhäkchen schonend herausgezogen.
Vorteile:
Die Häkchenmethode wird häufig ergänzend zur Lasertherapie oder zu VenaSeal® eingesetzt, um ein optimales funktionelles und kosmetisches Ergebnis zu erzielen.
Die Kompressionstherapie mit medizinischen Strümpfen kann Beschwerden wie Schwellungen oder Schweregefühl reduzieren. Sie behandelt jedoch nicht die Ursache der venösen Insuffizienz, da die defekten Venen bestehen bleiben.
Nachteile:
Die schonendste Methode ist heute in vielen Fällen VenaSeal®, insbesondere für Patientinnen und Patienten, die eine thermische Behandlung vermeiden möchten.
Die endovenöse Lasertherapie bleibt der bewährte, von den Krankenkassen gedeckte Goldstandard mit exzellenter Langzeitstabilität.
Die Häkchenmethode ergänzt moderne Stammvenenverfahren optimal bei sichtbaren Seitenästen, während die Kompressionstherapie lediglich eine unterstützende, nicht ursächliche Behandlung darstellt.
Entscheidend ist immer eine präzise Duplex-Ultraschalldiagnostik sowie eine individuell abgestimmte Therapieplanung nach modernsten Standards der Venenmedizin.
Wir verstehen, dass eine ästhetische Behandlung wohl überlegt sein will. Gerne nehmen wir uns deshalb die Zeit, um Ihnen im Rahmen einer unverbindlichen Erstkonsultation alle Fragen zu beantworten. Vereinbaren Sie noch heute Ihren Beratungstermin in einer unserer VENENCLINICs.
Sollten Sie vor der Beratung eine kurze online Vorabklärung wünschen, können Sie uns auch per E-Mail kontaktieren.
Egal auf welchem Weg Sie uns erreichen wollen – wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören/lesen!