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Besenreiservenen (medizinisch: Teleangiektasien) und etwas grössere Netzvenen sind die kleinsten Formen von Krampfadern. Sie zeigen sich als feine rote, bläuliche oder violette Äderchen direkt unter der Haut, meist an den Beinen. Medizinisch sind sie harmlos, stellen jedoch für viele Betroffene ein deutlich störendes ästhetisches Problem dar.

Häufig treten Besenreiser gemeinsam mit Netzvenen auf. Sie sind Ausdruck einer genetisch bedingten Bindegewebs- und Venenschwäche. Entscheidend ist: Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Ernährung oder Körpergewicht spielen für ihre Entstehung kaum eine Rolle. Die Hauptursache ist die genetische Veranlagung sowie der aufrechte Gang des Menschen.

Zusätzlich können hormonelle Einflüsse – etwa durch Schwangerschaft, hormonelle Verhütung oder eine Hormonersatztherapie – das Auftreten begünstigen. Auch Alter und weibliches Geschlecht sind relevante Faktoren, weshalb Frauen deutlich häufiger betroffen sind. Nicht selten bestehen Besenreiser im Zusammenhang mit weichem Bindegewebe oder Cellulite.

Ein weit verbreiteter Mythos ist das Übereinanderschlagen der Beine als Auslöser. Diese Sitzhaltung kann zwar kurzfristig den venösen Rückfluss behindern und ein Spannungsgefühl verstärken, sie verursacht jedoch keine dauerhafte Gefässerweiterung. Besenreiser entstehen nicht durch Sitzgewohnheiten, sondern durch genetische und hormonelle Faktoren.

Pathophysiologisch handelt es sich um ein hochverzweigtes Netzwerk feinster Hautgefässe, bei dem arterielle und venöse Anteile miteinander verbunden sind. Überwiegt der arterielle Druck, erscheinen die Gefässe rötlich; dominiert venöses Blut, wirken sie eher bläulich. Wichtig zu verstehen ist, dass die sichtbaren Äderchen lediglich die Spitze des Eisbergs darstellen. Ein grosser Teil des Gefässnetzes liegt unsichtbar unter der Haut.

Genau deshalb ist vor jeder Behandlung eine Duplex-Ultraschalluntersuchung zwingend erforderlich, um tieferliegende oder sogenannte „innere“ Krampfadern auszuschliessen. Werden diese nicht erkannt oder zuvor behandelt, füllen sich die feinen Hautgefässe rasch wieder – unabhängig davon, wie gut die oberflächliche Therapie durchgeführt wurde.

Die effektivste und wirtschaftlich sinnvollste Methode zur Behandlung von Besenreiservenen ist die Schaumverödung (Sklerotherapie). Dabei wird ein speziell aufgeschäumtes Verödungsmittel in die betroffenen Gefässe injiziert. Der Schaum reizt gezielt die Gefässinnenwand, führt zum Verschluss der Vene und ermöglicht es dem Körper, das Gefäss schrittweise abzubauen.

Ein entscheidender Vorteil der Schaumverödung ist, dass sich der Schaum im gesamten Gefässnetz verteilt und auch tieferliegende, nicht sichtbare Gefässe erreicht. Dadurch ist sie anderen Verfahren wie dem Laser in ihrer Effizienz häufig überlegen.

Wichtig ist eine realistische Erwartung: Eine einzige Behandlung reicht in der Regel nicht aus. Die maximal zulässige Schaummenge pro Sitzung ist aus Sicherheitsgründen begrenzt, und der Körper reagiert biologisch unterschiedlich. Idealerweise wird das verschlossene Gefäss vollständig abgebaut, in manchen Fällen regeneriert der Körper jedoch Teile der Vene.

Deshalb sind mehrere Sitzungen erforderlich. Im Durchschnitt werden etwa fünf bis sechs Behandlungen benötigt. Bei ausgeprägten Befunden können auch deutlich mehr Sitzungen notwendig sein. In Einzelfällen sind 20 bis 30 Behandlungen erforderlich, um ein ästhetisch vollständig zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Mehrere Sitzungen sind somit kein Zeichen eines Misserfolgs, sondern Ausdruck der biologischen Grenzen der Gefässreaktion und einer sicheren Dosierung.

Nach der Behandlung können vorübergehend kleine blaue oder rötliche Flecken, leichte Schwellungen oder tastbare Verhärtungen entlang des Gefässes auftreten. Diese Reaktionen sind normal und harmlos. Typisch sind auch bräunlich-grünliche Verfärbungen, sogenannte Hyperpigmentierungen. Sie entstehen durch Eisenablagerungen (Hämosiderin) aus abgebautem Blut und sind Teil des natürlichen Heilungsprozesses.

Diese Pigmentierungen bilden sich in der Regel vollständig zurück, benötigen jedoch Zeit. Leichte Verfärbungen verschwinden häufig innerhalb von sechs bis zwölf Wochen, ausgeprägtere können mehrere Monate oder länger in Anspruch nehmen. Ein konsequenter Sonnenschutz ist wichtig, da UV-Licht die Pigmentbildung verstärken und die Rückbildung verzögern kann.

Ein Kompressionsstrumpf ist nach einer Besenreiserbehandlung in der Regel nicht notwendig. Besenreiser sind extrem kleine, oberflächliche Gefässe. Um sie durch äusseren Druck wirksam zusammenzudrücken, wäre eine Kompression erforderlich, die medizinisch nicht praktikabel wäre. Herkömmliche medizinische Kompressionsstrümpfe erreichen diesen notwendigen Druck an der Hautoberfläche nicht und bringen daher keinen entscheidenden Zusatznutzen.

Neben der Schaumverödung existieren Laser- und Radiofrequenzverfahren wie IPL oder YAG-Laser, die insbesondere bei sehr feinen roten Gefässen eingesetzt werden. Diese Methoden arbeiten mit Hitze, sind jedoch meist teurer, schmerzhafter und bei grösseren oder tieferliegenden Gefässen weniger effektiv. Trotz technischer Fortschritte erreichen sie bei flächigen oder blauen Besenreisern meist nicht die Effizienz der Schaumverödung und gelten daher eher als ergänzende Methode.

Zusammenfassend gilt: Besenreiservenen sind medizinisch harmlos, können jedoch ästhetisch störend sein. Sie entstehen aufgrund genetischer und hormoneller Faktoren und lassen sich nicht vollständig verhindern. Mit einer sorgfältigen Ultraschalldiagnostik und einer konsequent durchgeführten Schaumverödung können jedoch grundsätzlich alle sichtbaren Gefässe Schritt für Schritt behandelt werden. Entscheidend sind Geduld, realistische Erwartungen und eine individuell abgestimmte Therapieplanung.

Die häufigsten Fragen zum Thema Besenreiser

Führt die Behandlung zu neuen Besenreisern?

Manche Patienten haben während der Behandlung das Gefühl, dass neue Besenreiser auftreten. Nicht selten glauben sie, es habe mit der Schaumverödung und/oder Laserbehandlung zu tun. In den meisten Fällen erklärt sich diese Beobachtung dadurch, dass nach einer begonnenen Behandlung die eigenen Beine anders oder genauer wahrgenommen werden: Plötzlich fallen hässliche Stellen erstmals auf, die schon lange vorhanden und sichtbar waren.

Treten Besenreiser auch nach einer erfolgreichen Behandlung wieder auf?

Besenreiser können jederzeit wieder auftreten, natürlich immer an einer anderen Stelle. Allerdings ist bekannt, dass ein Ergebnis umso länger anhält, je früher die Besenreiserbehandlung begonnen wird, also umso weniger Besenreiser am Bein sichtbar waren.

Können Besenreiser vorgebeugt werden?

Vorbeugend gibt es leider nichts Vernünftiges, das empfohlen werden kann. Es spielt keine Rolle, ob die Beine übereinander geschlagen werden; ob jemand "dick" ist, sich viel/wenig bewegt oder raucht; ob eine Person häufig an die Sonne geht oder diese meidet... All diese Ratschläge, Tipps und Weisheiten diesbezüglich haben sich als Unsinn erwiesen. Lediglich das Tragen eines extrem engen, schenkelhohen Kompressionsstrumpfes (Klasse IV) im Sommer wie im Winter würde ein Auftreten von Besenreisern verhindern. Dies schränkt die Lebensqualität allerdings derart ein, dass niemand gewillt ist, dies durchzuführen.

Sind Gummistrümpfe wirklich nicht notwendig?

Das Tragen von Gummistrümpfen ist bei unseren Methoden der Besenreiser-Behandlung NICHT nötig. Die Verklebungsreaktion des Gefässes nach der Schaum- und/oder Laserbehandlung ist so heftig, dass es nicht notwendig ist, zusätzlich Kompression auszuüben.

Was sind Besenreiser?

Besenreiser sind feinste, oberflächliche Hautgefässe, die als rote, bläuliche oder violette Äderchen sichtbar werden – meist an den Beinen. Medizinisch nennt man sie Teleangiektasien. Sie gehören zu den kleinsten Formen von Krampfadern, sind jedoch medizinisch harmlos und vor allem ein ästhetisches Problem.

Wie entstehen Besenreiservenen?

Die Hauptursache ist eine genetische Veranlagung. Zusätzlich spielen hormonelle Einflüsse (Schwangerschaft, Pille, Hormonersatztherapie), Bindegewebsschwäche, Alter und das weibliche Geschlecht eine Rolle. Bewegung, Ernährung oder Körpergewicht sind meist nicht entscheidend.

Sind Besenreiser gefährlich?

Nein. Besenreiser sind medizinisch ungefährlich. Sie verursachen in der Regel keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme. Dennoch sollte vor einer Behandlung immer eine Ultraschalluntersuchung erfolgen, um tieferliegende Venenprobleme auszuschliessen.

Verursacht das Übereinanderschlagen der Beine Besenreiser?

Nein. Diese Haltung kann kurzfristig ein Schweregefühl verstärken, führt aber nicht zu einer dauerhaften Erweiterung von Hautgefässen. Besenreiser entstehen durch Veranlagung und hormonelle Einflüsse – nicht durch Sitzgewohnheiten.

Welche Behandlung ist am effektivsten?

Die Schaumverödung (Sklerotherapie) gilt als Goldstandard. Dabei wird ein Verödungsschaum in die Gefässe injiziert, der sie gezielt verschliesst. Der Körper baut die verschlossenen Gefässe anschliessend Schritt für Schritt ab. Die Methode ist effektiv, präzise und wirtschaftlich sinnvoll.

Warum sind mehrere Behandlungen notwendig?

Eine Sitzung reicht in der Regel nicht aus. Zum einen ist die Schaummenge aus Sicherheitsgründen begrenzt, zum anderen reagiert der Körper biologisch unterschiedlich. Im Durchschnitt sind 5–6 Sitzungen notwendig, bei ausgeprägten Befunden auch deutlich mehr.

Tut die Besenreiserbehandlung weh?

Die Behandlung ist in der Regel gut tolerierbar und kaum schmerzhaft. Es werden sehr feine Nadeln verwendet, und der Schaum verursacht nur ein geringes Brennen. Nach der Behandlung können kleine Blutergüsse oder leichte Verhärtungen auftreten, die jedoch harmlos sind.

Braucht man nach der Behandlung einen Kompressionsstrumpf?

In der Regel nein. Besenreiser sind sehr kleine, oberflächliche Gefässe. Medizinische Kompressionsstrümpfe erreichen nicht den notwendigen Druck an der Hautoberfläche, um diese Gefässe effektiv zu beeinflussen.

Können Besenreiser nach der Behandlung wiederkommen?

Behandelte Gefässe verschwinden dauerhaft. Allerdings können neue Besenreiser an anderen Stellen entstehen, da die genetische Veranlagung bestehen bleibt. Eine echte Vorbeugung gibt es daher nicht.

Wie viel kostet eine Besenreiserbehandlung?

Die Behandlung von Besenreisern ist in der Regel keine Leistung der Krankenkassen. Je nach Ausprägung der Gefässe und gewählter Methode können mehrere Sitzungen erforderlich sein. Vereinbaren Sie eine Beratung in der VENENCLINIC, um eine individuelle Behandlungsplanung und genaue Kostenabschätzung zu erhalten.

Schaumverödung von Besenreisern (Sklerotherapie) CHF 160.00–250.00 pro Sitzung
Laserbehandlung von Besenreisern ca. CHF 450.00 pro Sitzung

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